Nun sind einige Jahre vergangen, viel ist passiert in dieser Zeit. Dodo hat sich musikalisch verändert, sehr sogar, denkt man, wenn man seine neuen Songs hört. Aber eigentlich ist es viel mehr, ein „nach Hause" kommen. So sind seine neuen Songs wieder transparenter und spartanischer geworden. Sie sind reduziert auf das Wesentliche, und nicht mehr unnötig aufgeblasen. Eine wesentliche Veränderung allerdings, haben Dodos Texte erfahren. Waren es früher erfundene Geschichten, häufig etwas oberflächlich, so erzählen seine Songs davon, wie es ist, als Superman seinen Absprung zu verpassen und bedanken sich bei Yoko Ono persönlich für schiefe Gesänge.
Aus seinen italienisch-englischen Songs über die Diskrepanz zwischen dem Wollen und dem Sein, und dem beherzten Versuch, das eine dem anderen anzunähern, entsteht eine Musik, die Jemand einmal mit „melancholischem Optimismus" umschrieben hat. Dodo Leo macht Musik um des Songs Willen. Und wie sein langjähriger Freund, Weggefährte und Schlagzeuger Michael Wolpers immer sagt: »Ein guter Song geht seinen Weg.« In diesem Sinne gedenkt Dodo es genauso zu tun. To be continued...