Mit sieben Jahren durfte er dann die elterliche Wohnung das erste mal verlassen, um den Klavierunterricht zu besuchen. Dies bei einer ungarischen, klassischen Größe, was er damals natürlich nicht wusste. Er hielt seine Lehrerin für eine, etwas eigenartige, aber sehr nette Dame, mit einem ausgeprägten Sinn für saubere Hände, ein Umstand der ihn immer um mindestens die Hälfte der Unterrichtsstunde brachte. So verbrachte er die nächsten fünf Jahre damit, neben Frau R. zu sitzen, und sich etwas zu Recht zu klimpern. Natürlich immer mit einem gequälten Lächeln im Gesicht, denn schließlich sollte es so aussehen, als hätte er geübt.

Es hat ihm nicht besonders viel Spaß gemacht, aber es war besser als Flöte, und er war sicher nicht Frau R.'s bester Schüler, trotzdem schien sie ihn zu mögen. Denn sie schrieb ihm viel musikalisches Talent, und wahnsinnig wenig Geduld zu. Nun, damit konnte Dodo erst mal leben. Mit grausen erinnert er sich allerdings an die jährlichen Vorführabende im Kreise der Eltern.


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